Welche Bedeutung hat die Vorschule für eine qualitativ hochwertige Bildung, die allen offen steht? Diese und weitere Fragen wurden an der Konferenz der Bildungsminister der OECD in Reykjavik vom 24. bis 26. März diskutiert. Die Schweizer Delegation am diesjährigen internationalen Bildungskongress «International Summit of the Teaching Profession» wurde vom Luzerner Regierungsrat Armin Hartmann angeführt. Begleitet wurde der Vizepräsident der EDK von der Präsidentin des LCH, Dagmar Rösler, dem Präsidenten des VSLCH, Thomas Minder, und dem Präsidenten der CLACESO, Simon Lagger.
Aus den Diskussionen der Bildungsminister ging hervor, dass alle OECD-Länder unter einem gravierenden Lehrermangel leiden. Die Ursachen dafür sind allerdings von Land zu Land sehr unterschiedlich. Wie eine Studie der OECD zeigt, lässt sich die Diskussion auch nicht auf die Lohnfrage reduzieren. Entsprechend muss jedes Land eigene Lösungen zur Bekämpfung des Mangels an Lehrpersonen finden.
Die Diskussionen im Rahmen des Treffens bestätigten auch die Bedeutung einer Schulbildung, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler angepasst ist. Gerade die frühe Förderung leistet hier einen wichtigen Beitrag für die anschliessende Schulbildung. Was in den ersten Jahren verpasst wird, lässt sich später nur sehr schwer nachholen. Die Schweiz hat sich grundsätzlich zum Ziel gesetzt, dass 95 % aller 25-Jährigen über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II verfügen.
Staatsrat Hartmann nutzte das Treffen für einen Austausch mit Ministerin Simone Oldenburg, der Präsidentin der Kultusministerkonferenz der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Diskutiert wurden dabei Fragen der Qualitätsentwicklung in der Schule wie auch der vertiefte künftige bilaterale Austausch im Bildungsbereich.